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Pünktlich zum Rückrundenstart ist es offiziell: Die Erste Mannschaft des SSV Mellingen
hat neben Heribert Kurfürst und Jens Anders einen neuen Trainer. Henri Rode,
ehemaliger Trainer von Bezirksligisten Walschleben, übernimmt nun mit die sportliche
Leitung des Kreisligaspitzenreiters. Doch wer ist dieser Henri Rode eigentlich?
Henri Rodes Fußballlaufbahn begann in Kahla. Frühzeitig wechselte er zum FC Carl Zeiss
Jena, wo er jegliche Jugendabteilungen durchlief (1969 bis 1982). In dieser Zeit
spielte er sogar 6 mal für die DDR. 1980/81 spielte er zudem 3 mal für die U21-Auswahl
der DDR. 1982 bis 1984 spielte er dann für Motor Weimar in der DDR-Liga, wo er nach
einem kurzzeitigen Wechsel zu Sömmerda, sowie Armeezeit 1986 nochmals spielte
(ab 1986). Dem folgte ein Wechsel zu Gera und 1989 zu Kahla, wo er bis 1996 spielte
(u.a. den Aufstieg in die Amateuroberliga feierte).
Seine Trainerlaufbahn begann dann 1996 mit Heribert Kurfürst bei Vimaria Weimar in
der Bezirksliga. Höhepunkt dort war das Erreichen des Landespokalviertelfinales 1998
(zuvor der Gewinn des Bezirkspokals 97/98). Danach folgte eine zweijährige Trainerzeit
beim Bezirksligisten Kromsdorf. 2001 begann dann seine Zeit bei Walschleben, einem
Bezirksligaverein, den er in die Landesklasse führte. Nach dem Abstieg in den Bezirk
und den Weggang vieler Spieler endete das Arrangement 2005 und nun ist er seit der
Winterpause offiziell Trainer des SSV Mellingen.
Hierzu wurde er unter anderem über seine Beweggründe befragt:
T.D.:
Herr Rode, sie arbeiten als Sportlehrer an dem Fallersleben-Gymnasium in Weimar. Ist
Ihnen vor allem die Arbeit mit jungen Sportlern wichtig?
H.Rode:
Natärlich ist es toll mit jungen Menschen zu arbeiten, die ihre Leistung stetig
verbessern wollen. Jedoch ist am Ende für eine Aufstellung nur wichtig, welche Leistung
der Einzelne bringt, nicht wie alt er ist.
T.D.:
Sie haben bereits zu Vimaria-Zeiten mit Heribert Kurfürst zusammen gearbeitet, stimmt
das Verhältnis zwischen Ihnen?
H.Rode:
Ja sehr. Wir haben viele gemeinsame Ansichten was den Sport und den Umgang mit den
Spielern betrifft.
T.D.:
Welche Beweggründe hatten Sie, den Kreisligaverein Mellingen zu trainieren?
H.Rode:
Neben Heribert Kurfürst liegt der Hauptgrund in der Mannschaft und dem tollen Umfeld,
sowie der Philosophie des Vereins. Die gute Nachwuchsarbeit zahlt sich aus und die
Altersstruktur stimmt, sodass ich hier mit einer teamfähigen, spielstarken und
ehrgeizigen jungen Mannschaft arbeiten kann. Es macht nicht nur Spaß den Jungs im
Spiel zuzusehen sondern auch mit ihnen im Training zu arbeiten.
T.D.:
Welche Aspekte sehen Sie, die unbedingt noch verbessert werden sollten?
H.Rode:
Sicherlich muss noch einiges im taktischen Bereich getan werden. Das Abwehrverhalten
und das Umkehrspiel sind noch zu verbessern, sowie das Zweikampfverhalten.
T.D.:
Welche Ziele verfolgen Sie mit dem SSV?
H.Rode:
Sicherlich ist der derzeitige Platz toll und überraschend. Jedoch setzen wir hier
niemanden unter Druck. Wir wollen oben mitmischen und die Favoriten auf den Titel
ärgern. Denn der Favorit ist ganz klar Bad Berka. Hauptziel ist es, die Mannschaft
stetig weiterzuentwickeln und den Nachwuchs einbauen.
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Interviews:
T.Dübler
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Zudem die Stellungnahme von Heribert Kurfürst zur aktuellen Situation im Verein:
T.D.:
Heribert Kurfürst, wie zufrieden sind Sie mit der derzeitigen Situation im Verein?
H. Kurfürst:
Sehr zufrieden! In sportlicher Sicht läuft es prima, die überraschend gute Hinrunde
der Ersten Mannschaft erzeugt viel Euphorie. Zudem passt es in der Mannschaft, die
Bereitschaft ist vorhanden, die Altersstruktur stimmt ebenfalls. Außerdem stimmt es
im Umfeld, der Abteilungsleiter Eberhard Hildebrand und Gastwirt Jens Rast bewirken
viel. Nicht zu vergessen ist die großartige Arbeit von Jens Anders.
T.D.:
Was können Sie über die Neuzugänge sagen?
H. Kurfürst:
Es ist schwer sich jetzt schon dazu zu äußern, schließlich hat keiner von ihnen schon
gespielt. Von Ronny Wagner jedoch erwarte ich einiges, er ist ein erfahrener
Kreisligastürmer der uns hoffentlich einige schöne Tor schenkt. Ich vertraue zudem
auch sehr auf meinen alten Kader.
T.D.:
Inwiefern ist der neue Trainer Henri Rode eine Entlastung für Sie?
H. Kurfürst:
Henri Rode ist gleichberechtigter Trainer, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht
mehr mit 100% dabei sein kann. Er ist aus sportlicher Sicht ein Experte und weiß
hervorragend mit jungen Leuten umzugehen. Außerdem haben wir die gleiche Philosophie
vom Fußball.
T.D.:
Sind sie mit den Leistungen der Junioren zufrieden?
H. Kurfürst:
Ja sehr, sie unterstützen uns wo sie können. An dieser Stelle sei Steffen Putsche und
Thomas Naumann noch mal gedankt für ihre gute Arbeit. Viele der A-Jugendspieler sind
schon gut in den beiden Männermannschaften integriert.
T.D.:
Wie sehen sie die Ziele der Ersten Mannschaft?
H. Kurfürst:
Wir möchten natürlich weiter oben mitspielen. Jedoch war, ist und bleibt das Ziel ein
einstelliger Tabellenplatz. Favoriten sind andere.
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Interviews:
T.Dübler
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